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Wie Massengrabstätten zu drei der attraktivsten Stadtparks New Yorks wurden

Der Washington Square Park im Sommer – Foto Paul Konz

Der Madison Square Park, der Bryant Park und der Washington Square Park gehören zu den schönsten und beliebtesten Stadtparks in New York. Kaum jemand von den tausenden New Yorkern, die sie jeden Tag besuchen, weiß, dass sie an Plätzen entspannen, die einmal ‚Potter‘s Fields‘ dienten, in denen tausende Menschen begraben wurden.

 ‘Potter’s Field’ nennt man in USA Landstücke, wo Menschen unzeremoniös begraben wurden, weil sie arm oder unbekannt waren oder zu Randgruppen wie Häftlingen gehörten. Auch wenn es schnell gehen musste, beispielsweise bei Seuchen, wo viele Menschen in einem kurzen Zeitraum starben, kamen sie hierhin.

Der Madison Square Park ist bekannt für Kunstinstallationen (oben im Bild), die circa alle 6 Monate wechseln – Foto Paul Konz –

Der heutige Madison Square Park war 1794 das erste Potter’s Field. Als er drei Jahre später voll war, wurde das Potter’s Field auf den heutigen Washington Square im Manhattaner Stadtteil Greenwich Village verlegt. Bis zu 100.000 New Yorker könnten dort begraben worden sein. Nach der Gelbfieberepidemie von 1823 wurden die Beerdigungen dort eingestellt, weil die Gegend in der Zwischenzeit ein begehrtes Wohnviertel wurde.

Der Bryant Park mitten in Manhattan – Foto Paul Konz

Das Potter’s Field wurde nördlich in den heutigen Bryant Park verlegt. Als das Areal in den 1840er Jahren als Standort des Croton Reservoir Speichersees ausgewählt wurde, wurden die Überreste von vielleicht 100.000 Menschen 1857 auf Ward Island und schließlich 1868 nach Hart Island verlegt, das auch heute noch als Potter´s Field dient.

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