New York 360

So feierte New York Weihnachten in der Pandemie

Familie in Dyker Heights, bekannt für durchgedrehte Weihnachtsdeko

In normalen Zeiten sind die Wochen vor Weihnachten die geschäftigsten des ganzen Jahres. Die Straßen sind voll mit Millionen von New Yorkern und Besuchern, die shoppen, Weihnachtsveranstaltungen besuchen oder sich die legendären Schaufensterdekorationen auf der 5th Avenue ansehen.

Wie fast überall auf der Welt fällt auch in New York vieles aus oder wird mit starken Einschränkungen durchgeführt.

So ist es dieses Jahr um die lieb gewonnenen New Yorker Weihnachtstraditionen bestellt:

Rockefeller Center

Foto Ed Janzic

Das Rockefeller Center, wo der bekannteste Weihnachtsbaum Amerikas steht, versinnbildlicht Weihnachten wie kein anderer Platz in New York. In der Radio City Music Hall, die zum Rockefeller Center gehört, findet seit 1933 von Mitte November bis Mitte Januar fünf Mal am Tag das ‚Christmas Spectacular‘, eine legendäre Weihnachtsshow, statt. Auf der Schlittschuhbahn gab es, auch eine New Yorker Tradition, schon so manchen Heiratsantrag in den Wochen vor dem Fest.

Der Rockefeller Center Christmas Tree steht auch dieses Jahr in seiner ganzen Pracht. Das Erleuchten des Baumes, bekannt als ‘Tree Lighting‘, das normalerweise vor einer gewaltigen Menschenmenge stattfindet, war 2020 ein reines TV-Event.

Es ist möglich, sich den Baum mit seinen 50.000 LED-Lichtern anzusehen, aber mit erheblichen Einschränkungen. Besucher, die nahe an den Baum wollen, müssen in Beobachtungszonen, in denen sich durchsichtige Plastikcontainer, sogenannte Pods, befinden. Die Pods sind 2 Meter voneinander entfernt. Bis zu 4 Personen aus dem gleichen Haushalt dürfen in einen Pod. Maximaler Aufenthalt sind 5 Minuten. Um die Wartezeit in der Schlange zu verringern, meldet man sich bei Ankunft via QR-Code an und bekommt eine SMS, wenn es Zeit ist sich in die Beobachtungszone zu begeben. Alternativ kann man von der 5th Avenue einen Blick auf den Baum werfen.

Die Schlittschuhbahn vor dem Rockefeller Center ist geöffnet, aber nur vom 21. November bis zum 17. Januar – deutlich kürzer als in den vergangenen Jahren.

Das ‘Christmas Spectacular’ fällt dieses Jahr aus.

Shoppen in der Stadt – Weihnachtsmärkte

Vor Kaufhaus Bloomingdale’s ist es ruhig – Foto Kate Beckingdale

Wie anderswo auch läuft Shoppen in Läden auf Sparflamme und mit Einschränkungen, nicht vergleichbar mit den Menschenmengen, die normalerweise in die Geschäfte strömen. Auch die Nikoläuse, die Kinder auf den Schoß nehmen, sind dieses Jahr nicht erlaubt. Weihnachtsmärkte auf Straßen und Plätzen gibt es 2020 nicht.

Weihnachtsdeko auf der 5th Avenue

Saks Fifth Avenue Holiday 2020 Light Show (Getty for Saks Fifth Avenue)

In den Schaufenstern der Luxusgeschäfte auf der 5th Avenue wie Saks, Bergdorf Goodman oder Tiffany’s findet man in der Weihnachtszeit opulente Dekorationen, die von Meistern ihres Fachs kreiert wurden. Vor den Geschäften sieht man Schlangen von Menschen, die sich die Werke ansehen wollen.

Die Dekos gibt es auch dieses Jahr, aber mit weniger Publikum.

Saks Fifth Avenue Holiday 2020 Light Show (Getty for Saks Fifth Avenue)

Krass-schöne Weihnachtsdeko im Dycker Heights Viertel in Brooklyn

Dyker Heights ist eine Gegend weit draußen im südwestlichsten Teil Brooklyns. Hier am Stadtrand leben die Menschen in Häusern statt Wohnungen. In den 1980er-Jahren fing eine Familie an, ihr Haus mit aufsehenerregender Weihnachtsdekoration zu schmücken. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten zogen andere Hausbesitzer nach und heute ist Dyker Heights das unbestrittene Nummer 1 Viertel New Yorks in Sachen irrer Weihnachtsdeko.

Die Menschen in Dyker Heights schmücken ihre Häuser auch dieses Jahr opulent und verrückt.

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