Natur in New York

Warum Waschbären New York lieben

Waschbär sucht Futter – Foto Paul Konz

Nur wenige Tiere sind so anpassungsfähig wie Waschbären. Die Raccoons, wie sie in den USA heißen, können in den allerverschiedensten Habitaten leben. In Wäldern und Bergen genauso wie in Sumpf- oder Küstenlandschaften. Die wichtigste Voraussetzung ist das Vorhandensein vertikaler Objekte, zum schnell heraufklettern und verstecken – meistens Bäume.

Seit den 1950er Jahren sieht man immer mehr Waschbären in amerikanischen Großstädten, auch New York.

New York ist in vieler Hinsicht ein hervorragender Lebensraum für die Raccoons. In der dicht besiedelten Stadt gibt es immer Nahrungsquellen. Sie tauchen in Mülltonnen vor Wohnhäusern, bedienen sich am Abfall von Restaurants oder schnappen sich eine der vielen Ratten und Mäusen in der Stadt.

Racccoon auf einer Feuerleiter

Nicht nur die Essensversorgung ist gut in New York, auch beim Wohnraum gibt es Optionen. Neben den traditionellen Unterkünften wie  Löchern im Boden und vor allem in Bäumen (ihre Apartments im Central Park) können sie auch recht komfortabel im Keller eines Wohnkomplexes oder in einem Lagerraum leben, solange es genug Platz gibt, um sich zu bewegen und ein wenig Privatsphäre, damit sie ungestört schlafen können.

Die intelligenten Tiere haben erstaunliche Fähigkeiten, die ihnen beim Überleben in der Stadt helfen. Sie besitzen ein extremes Maß an Fingerfertigkeit. Nicht nur können sie gut klettern und graben, mit den daumen-ähnlichen Fingern ihrer Vorderpfoten sind sie sogar in der Lage, manche Türen zu öffnen und Knoten zu lösen.

Eine Gruppe Raccons im Central Park – in dieser Form sehr außergewöhnlich – aus einem Artikel der NY Times.

Das flinke Tier kann für kurze Zeit über 20 km/h laufen, gut zum Beutejagen und Menschenentkommen (sie sind auch in der Lage, lange Strecken zu schwimmen, aber das ist nicht so hilfreich in New York). Waschbären können ihre Hinterpfoten so drehen, dass sie Kopf voran von Bäumen und anderen vertikalen Objekten herunterklettern können, und so gute Übersicht darüber haben, was sie unten erwartet.

Man schätzt, dass es ein paar tausend Racccons in New York gibt, davon sollen ein paar hundert im Central Park leben.

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