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Was hat es mit dem geheimnisvollen Flüstergewölbe im Grand Central Terminal auf sich?

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Wenn man Fläche und Anzahl der Bahnsteige zugrunde legt, ist der 1913 fertiggestellte Grand Central Terminal im Zentrum von Manhattan der größte Bahnhof der Welt. Vor Ausbruch der Pandemie nutzten täglich durchschnittlich rund 750.000 Besucher die Station. Die ‘Grand Central’, wie New Yorker sie einfach nennen, mag hektisch und laut sein, aber sie birgt auch ein leises, stilles Geheimnis.

Foto – Flickr

Auf der unteren Ebene des Terminals direkt vor der berühmten Oyster Bar befinden sich vier gewölbte, quadratisch angelegte Bogengänge. Wenn man in einen von ihnen auch nur leise hineinflüstert, kann die Person, die am diagonal gegenüber gelegenen Bogengang steht, das Gesagte deutlich hören – trotz mehr als 9 m Entfernung und des oft hohen Lärmpegels. (Was die physikalische Erklärung für dieses Phänomen ist, können Sie unten nachlesen.)

Dieser Teil der Grand Central ist nicht nur in Sachen Akustik etwas ganz Besonderes, sondern auch ästhetisch sehr ansprechend. So wurden die beeindruckenden Fliesenarbeiten von dem renommierten spanischen Kunsthandwerker Rafael Gustavino in dem später nach ihm benannten Stil geschaffen.

Foto – Flickr

Auch anderswo auf der Welt gibt es bekannte Flüstergewölbe oder Whispering Galleries, wie man sie auf Englisch nennt, z. B. in der Saint Paul’s Cathedral in London, im Mormon Tabernacle in Utah oder im Gol Gumbaz Mausoleum in Indien. Vielleicht wurden über die Jahre auch dort einige Heiratsanträge ins Gewölbe geflüstert, wie im Grand Central Terminal.

So funktioniert ein Flüstergewölbe.

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