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So outen Sie sich als Nicht-New-Yorker

Houston Street Ecke Broadway – das W bezeichnet den westlichene Teil der Strasse

Die Houston Street in Manhattan ist eine wichtige Grenzstraße, die jeder New Yorker kennt (auf der Höhe dieser Straße begann man 1811, alle nördlich entstehenden Straßen im Schachbrettmuster anzulegen). Wer den Namen der Straße geschrieben sieht, wird ihn vermutlich wie die Stadt in Texas aussprechen – und sich damit sofort als Nicht-New-Yorker zu erkennen geben.

Die Menschen, die hier leben, sprechen den Straßennamen nämlich vollkommen unerwartet “Hausten” aus. Das hat historische Gründe. Die Straße ist nämlich nicht wie die texanische Stadt nach Sam Houston benannt, sondern nach William Houstoun (1755-1813), der Georgia im ‚Continental Congress‘ vertrat. Sein Schwiegervater, dessen Familie dieser Teil Manhattans einst gehörte, benannte die Straße zu Ehren des Mannes seiner Tochter.

Die Schreibweise Houstoun wurde dann wohl versehentlich irgendwann mal zu Houston geändert. In Karten der Stadt bis 1811 ist die Schreibweise noch Houstoun Street.

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